ISBN: 978-3-86683-582-5 Größe: 13 x 20 cm 291 Seiten Gewicht: 364 Gramm Preis: 12,80 € inkl. 7% MwSt. Buchrücken Das Buch bestellen: | Barbara Hagen - Autor/in Genesis Der 8. Tag
Presse ![]() Das Magazin der Ärztekammer Steiermark von MARTIN LINK vom 01.01.2011 Ärztin mit viel Fantasy Die Allgemeinmedizinerin Barbara Hagen aus Eibiswald lädt die Leserinnen und Leser ihrer Romane zu Reisen ein - ins Reich der Fiktion, aber auch in einen fast realen Orient. Den Anstoß zur Publikation des ersten Romans gab allerdings nicht die Fantasie, sondern vielmehr der Protest. Von Eibiswald ist die Wüste weit weg, und auch der Orient beginnt bestenfalls ein paar tausend Kilometer weiter im Süden. Dennoch kann man diese Distanzen einfach überwinden, ohne seinen Standort verändern zu müssen - wenn man wie Barbara Hagen, seit 1982 in der Südsteiermark als Ärztin tätig, mit einer ausreichenden Menge an Treibstoff für derartige Reisen im Kopf ausgestattet ist. Der Name des Energieträgers ist Fantasie. Davon hat Barbara Hagen schon immer Gebrauch gemacht, wie sie erzählt. „Ich habe immer schon geschrieben, vor allem Kurzgeschichten und andere kürzere Texte.” Neue Impulse erhielt die Medizinerin in ihrer Schreibwerkstatt vor allem durch das Internet, wo sie ebenfalls publiziert. „Das Tolle daran ist, dass es im Internet relativ rasch Kritik und Kommentare gibt. So ist man beim Schreiben nicht allein, es gibt ein Echo darauf.” Dass es kein Echo gegeben hat, war letztlich auch der Anstoß für die Autorin, Bücher im Wagner Verlag in Gelnhausen zu veröffentlichen. Barbara Hagen: „Ich habe mit meinem Roman, Genesis. Der 8. Tag' an einem Preisausschreiben eines großen Verlags teilgenommen, aber keinerlei Reaktion darauf erhalten.” Sie sei empört darüber gewesen, dass ihre Mühe, einen gesamten Roman verfasst zu haben, nicht genügend anerkannt worden war. Nur ein Brief und ein Buch als Dank für das Mitmachen - fast ein Jahr später. Schreiben in der Nacht Dieser Ärger trieb Barbara Hagen an, und im Internet war schnell eine Alternativadresse gefunden. Am 30. Dezember des Vorjahres erschien die erste Auflage von „Genesis”, einem Roman, der die Leserin und den Leser nach Orion II entführt, eine Vorzeigekolonie einer expandierenden Menschheit, von wo ein verstümmelter Hilferuf das Sonnensystem erreicht. Seither sind drei weitere Romane von Barbara Hagen erschienen: „Chronos Erben”, „Wüstengötter” und „Wüstenmagie”. Klar, dass die Medizinerin eine Schnellschreiberin sein muss, um ihre mitunter 300 Seiten lange Romane im Spitzentempo auf den Markt zu bringen. „Ich schreibe nachts und in der Früh, die Abendzeiten haben sich als nicht besonders produktiv herausgestellt”, gewährt Barbara Hagen Einblick in ihre Schreibwerkstatt. Allerdings: Wie es weitergehen kann, beschäftigt die Autorin auch außerhalb der aktiven Schreibzeiten. „Da spiele ich dann die Geschichte in Gedanken weiter.” Leidenschaft für Technik Schreiben ist nicht die einzige außergewöhnliche Leidenschaft der Ärztin. Ihr großes technisches Interesse kommt in ihrer Liebe zur Fliegerei zum Ausdruck: Mit 16 Jahren hatte sie bereits den Segelflugschein in der Tasche, es folgten der Privatpilotenschein mit 17 Jahren und mit 21 Jahren auch noch die Lizenz, mit einem Ballon zu fahren. Erdverbunden ist hingegen ihr Interesse an Pferden und am Motorradfahren - und natürlich am Lesen und Schreiben. Zu ihren Lieblingsautoren zählen der französische Schriftsteller und Flieger Antoine de Saint-Exupery, aber auch der deutsche Schriftsteller Hermann Hesse oder Dan Simmons mit seinen SciFi-Büchern „Hyperion` und „Endymion" Wiewohl: Barbara Hagens Romane sind literarisch von den Vorbildern nicht beeinflusst. So entführt der Fantasy-Roman „Wüstengötter” (Jänner 2010) in die Lebensgeschichte von Kar, einem Bettler mit einem magischen Schwert, der aus seinem behäbigen Dasein herausgerissen wird. Anders als der Titel vermuten lässt, kommt die Erzählung aber ohne edle Helden und schöne Prinzessinnen aus. Kar landet vielmehr in einem Strudel von Ereignissen, die ihn beinahe jeden Tag in Lebensgefahr bringen. Alltag statt Heldentum Das Schreiben ist für Barbara Hagen eine Art von Parallel-Dasein, in dem der berufliche Alltag der landärztlichen Praxis mit dem Zusatzangebot Traditionelle Chinesische Medizin keine Rolle spielt. „Der Mensch ist mehr als die Summe seiner chemischen Vorgänge”, sagt die Medizinerin, die in einer Mediziner-Familie zur Ärztin geworden ist. „So gesehen, war meine berufliche Entwicklung beinahe vor-gezeichnet.” Das gilt auch für die Entscheidung, sich als Ärztin niederzulassen. „Mich haben meine Erfahrungen als Turnusärztin geprägt. Einseitige Medizin wollte ich nicht betreiben.” Ähnlich wie mit der Medizin verhält es sich dabei auch mit der Literatur: Zwar erfreuen sich Fantasy- und Science Fiction-Publikationen ungebrochen großer Nachfrage am Lesermarkt, aber Barbara Hagens Werke sind auch da etwas abseits des großen Stromes unterwegs. „Ich schreibe in einer Nische der Fantasy-Bücher, bei mir findet man keine heroischen Helden, sondern Alltagsmenschen.” Das gilt auch für den Roman „Chronos Erben”, in dem sich ein Eispanzer nach der Yellowstone-Katastrophe über die Kontinente gelegt hat. Nun zieht er sich allmählich zurück und unter der Führung einer charismatischen Präsidentin beginnt eine neue Ära der Raumfahrt. Die Leere freilich, die die Expeditionen zwischen den Sternen dabei entdecken, ist trügerisch - das Universum ist wilder, stürmischer und ungezähmter denn je. Das jüngste Buch „Wüstenmagie” (erschienen im Oktober), in dem der Leser dem Bettler Kar wieder begegnet, kann als Antwort auf „die ganze Herr der Ringe-Literatur gelesen werden”, wie Barbara Hagen betont, die offenkundig noch über einen großen Treibstofftank für ihre fantasievollen Kopf- und Zeitreisen verfügt: Roman Nummer 5 der südsteirischen Autorin - Titel und Inhalt bleiben noch ein Geheimnis - ist bereits zu zwei Dritteln fertig. Zeitschrift „Klipp“ . vom 01.07.2010 Eine Ärztin, die nicht nur Rezepte schreibt Schreiben ist eine Sucht![]() Als praktische Ärztin in Eibiswald und mit einer Familie, die sie auf Trab hält, steht Barbara Hagen mit beiden Beinen fest im Leben. Sie weiß, was Alltag heißt und wie genau die Zeit eingeteilt werden muss. Vor allem deshalb, weil es ja auch die Manie der Familie für alte Autos, Boote und neue Motorräder gibt. Das ist die „sichtbare Realität”, aber es gibt auch noch eine stille Seite, die nur in ihrem Kopf entsteht. Seit einigen Jahren schreibe ich in Foren im Internet. Und das finde ich gut, weil da gibt's Kritik und Kommentare. Das ist viel besser, als wenn du allein in die Schreibmaschine schreibst oder in den Computer und kein Echo hast. Das Schreiben ist für mich wie zu einer Sucht geworden. Wenn man einmal was angefangen hat, dann will man das einfach auch zu Ende bringen. Da muss ich mich stark zurückhalten, weil ich ja daneben auch noch viel zu tun habe. Auf die Idee, ein Buch zu schreiben, bin ich eigentlich vor zwei Jahren gekommen, als ich in einem Forum von einem Preisausschreiben des Heyne-Verlages gelesen habe. Und weil ich gerade an einer Geschichte gearbeitet hatte, die inhaltlich entsprochen hat, reichte ich sie ein. Ich war leider eine der 1400, die nicht gewonnen haben. Aus Wut darüber habe ich das Manuskript kommentarlos an den ersten anderen Verlag, der auf Google aufgetaucht ist, gemailt. Das war das Buch „Genesis – der 8. Tag”. Auch das 2. Manuskript, das ich beigefügt hatte, wurde genommen: „Wüstengötter” – eine reine Fantasy-Geschichte und meine Antwort auf die ganze „Herr-der-Ringe-Literatur” mit verkappten Königen, schönen Elfen, bösen Orks und strahlenden Helden: Kein gütiger Herrscher, kein Held, nur ein Bettler, der seine Ruhe haben will und im Laufe seines Lebens gelernt hat, wie man sich durchschlägt. Leicht zu lesen, mein persönliches Ventil, wenn ich mich abreagieren will. Nicht ganz jugendfrei, doch ein unheimlicher Spaß beim Schreiben. Die Fortsetzung kommt noch heuer heraus, ich habe meine Hauptperson nicht im Stich lassen können. Der Vertrag ist schon unterschrieben. Ach ja, „Wüstengötter” gibt es auch als Hörbuch. Meine Familie hat etwas zwiespältig auf mein neues (altes) Hobby reagiert. Von „Hättest du nicht besser den Cadillac aufpolieren können?” (natürlich mein Mann) bis zu „Wow, krieg ich ein Buch mit Widmung?” (mein Sohn). Beide haben es noch nicht geschafft, ein Buch weiter als bis zum zweiten Kapitel zu lesen, ich bleibe daher ein ziemlicher Einzelkämpfer. Klipp Steiermark Magazin . vom 08.06.2010 Der Eispanzer, der sich nach der Yellowstone-Katastrophe über die Kontinente gelegt hat, zieht sich zurück und unter der Führung einer charismatischen Präsidentin beginnt eine neue Ara der Raumfahrt. Doch die Leere zwischen den Sternen ist trügerisch. Der Klon, der schon so oft gestorben ist, dass er längst zu zählen aufgehört hat, die Raumfahrer, deren diplomatische Mission zu einem Albtraum wird, und der Wissenschaftler, dessen Liebe sieh nicht in Formeln pressen lässt — sie alle müssen erkennen, dass das Universum wilder, stürmischer und ungezähmter ist, als sie es sich je vorgestellt haben. LeserstimmenInfo!Aktuelle Bewertung: |