ISBN: 978-3-86683-406-4 Größe: 13 x 20 cm 473 Seiten Gewicht: Preis: 19,60 € inkl. MwSt Buchrücken
Buch TV 1Das Buch bestellen: | Emil Allemann - Autor/in Fallernleben
Presse Solothurner Tagblatt MONIKA FRISCHKNECHT vom 29.01.2009 Leben und Sterben in der Dorfbeiz ![]() Viel Dramatisches ereignet sich im ersten, rund 470 Seiten starken Buch von Emil Allemann. In «Fallernleben» erzählt der ehemalige Wirtssohn aus Rüttenen Geschichten, die in Wirtshäusern passierten oder erzählt wurden. Wochenlang liegt der sechsjährige Ben im Solothurner Spital, es geht ihm elend. Er hat Typhus, und niemand weiss so recht, ob er die Krankheit überleben wird. Die Geschichte des kleinen Ben spielt in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts, und das Spital, in dem er untergebracht ist, ist jenes an der Aare, gleich neben der Eisenbahnbrücke, das inzwischen längst in ein Hotel umgewandelt wurde. Wie es Ren weiter ergeht, und wie der Alltag in seinem Elternhaus, dem Restaurant Fallern in Rüttenen, aussieht, schildert Emil Allemann in seinem ersten Buch mit dem Titel «Fallernleben». Rund zehn Jahre lang habe er an der Geschichte gearbeitet, erzählt der 71-jährige Fahrlehrer aus Rüttenen. Und: Die Geschichte von Ben ist wahr, genauso wie viele andere Begebenheiten, die Allemann im Buch niedergeschrieben hat. Viel Dramatisches Da ist etwa «Bole», der Knecht, der sich eines Nachts in der Scheune des Nachbarbauern erhängt, nachdem ihm die «leichten Mädchen» in einer Beiz in Solothurn den ganzen Zahltag aus der Tasche gezogen haben. Oder der Zimmermann, der in einer Winternacht in der Stiegenlos unterhalb des Nesselbodens von seinem Begleiter erschlagen und beraubt wird. Mit der Beute macht sich dieser aus dem Staub und setzt sich ins Ausland ab - wohin, weiss niemand so genau. Aber auch wenn viel Dramatisches passiert: Im Buch geht es nicht nur um (Selbst-)Mord und Totschlag. Allemann beschreibt den Alltag in der Fallern, die Charaktere der Stammgäste. Auch Liebesgeschichten bahnen sich an - manche enden gut, andere weniger. «Es sind halt Geschichten, wie sie das Leben schrieb», sagt Emil Allemann. Als Sohn der Wirtsleute im Sternen in Rüttenen aufgewachsen, verbrachte er seine Kindheit mehrheitlich in der Gaststube. «Während meine Kollegen zu Hause Schulaufgaben machten, sass ich in der Beiz und hörte den Gästen zu», sagt er. Diese Geschichten, die er da hörte oder selber erlebte, hat er zu einer eigenen Geschichte verwoben, und den Schauplatz «Während meine Kollegen zu Hause Schulaufgaben machten, sass ich in der Beiz und hörte den Gästen zu» Emil Allemann verlegte er, unabhängig davon, wo sie sich in Wirklichkeit zutrugen, in die Fallern. Wer die Geschichte des Dorfes kennt,kann auch erraten, welche Persönlichkeiten und Originale Allemann in seinem Buch beschreibt. Das schlimmste Erlebnis «Vieles ist natürlich im Sternen passiert», sagt er, der mit seiner Frau Heidi noch heute in seinem Elternhaus wohnt. So auch der Brand. Hier beschreibt Alle-mann eine der schlimmsten Nächte in seinem Leben: Jene Nacht vor 20 Jahren, als der Sternen angezündet wurde und niederbrannte. «Der Brand des Sternen war eigentlich der Auslöser für das Buch», sagt Allemann. Bis das Haus wieder aufgebaut war - heute ist indem markanten Gebäude kein Restaurant mehr untergebracht - vergingen drei Jahre. Emil und Heidi Allemann mussten für diese Zeit in eine Wohnung in der Nähe zügeln. «Das war keine einfache Zeit für mich», erinnert er sich. «Das Schreiben half mir, die Geschichte zu verarbeiten.» So wagte sich Allemann, der schon seit längerer Zeit immer wieder kurze Gedichte schrieb, an das grosse Werk. «Vor meiner Pensionierung hatte ich nur wenig Zeit, da ging es nur langsam vorwärts», erzählt er. Auch später habe er manchmal wochenlang keine Zeile geschrieben. Im Jahr 2007 verbrachte er einen ganzen Monat in Saas Fee. «Dort schrieb ich die Geschichte fertig.» Ein «Weihnachtsgeschenk» Ein Buch zu schreiben ist das Eine - einen Verlag zu finden das Andere. «Ich habe von Schriftsteilem gehört, die ihre Manuskripte an mehrere Verlage schickten und oft nicht einmal eine Antwort bekamen», sagt Allemann. Er schickte seinen Text auf gut Glück an den deutschen Wagner Verlag. Erst einmal passierte - nichts. Aber just an Heiligabend 2007 flatterte die Antwort des Verlags ins Haus. «Sie verstehen es, die Neugier des Lesers zu wecken. Ihr lebendiger Schreibstil lässt den Leser unmittelbar an der Geschichte teilhaben und ermöglicht ein intensives Leseerlebnis» stand da. Und: «Ein Buch dazu erstellen wir gerne und nehmen es in unserem Programm auf.» Bis das Buch wirklich gedruckt war, verging noch fast ein Jahr - Ende November hielt Emil Allemann das erste Exemplar in der Hand. Und: Bereits hat er eine Anfrage, es im März an der Buchmesse in Leipzig vorzustellen. Übrigens: Der kleine Ben vom Restaurant Fallern wird wieder gesund und kann zu seinen Eltern zurückkehren. Dass er aber ganz geheilt wird, verdankt er nicht den Ärzten im Spital, sondern einem Naturheiler aus der Gegend, der ihm eine veritable Rosskur verschreibt. Als Erwachsener wird Ben, der oft im Sternen zu Gast ist, dem jungen Emil Allemann seine Lebensgeschichte erzählen - und diese kann man nun zu einem guten Teil in «Fallernleben» nachlesen. Grenchner Tagblatt FRÄNZI RÜTTI-SANER vom 20.12.2008 Ein Leben in der «Fallern» Rüttenen Emil Allemann hat sein erstes Buch geschriebenBeachtliche 472 Seiten umfasst das erste Buch von Emil Allemann, welches soeben erschienen ist. Darin erzählt der Rüttener vom Leben einfacher Leute in unserer Gegend. Eine Zeit, die noch nicht lange vorbei und doch schon so fern ist. Einer Familiengeschichte, einem Sittenpanorama, wie es sich in den Dreissiger- und Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts ereignet hat, ist im neu erschienenen Roman des Rütteners Emil Allemann nachzuspüren. Allemann hat in seinem Erstling die Erlebnisse der Wirtefamilie Stotzer auf der «Fallern» (nicht zu verwechseln mit dem Seniorenheim) aufgeschrieben und dabei viel Autobiografisches mit hineinverwoben. So ist eine Art Familiensaga der ländlichen Bevölkerung entstanden, die voller Lebendigkeit und feiner Ironie ist. Allemanns Stärke ist die Authentizität der Figuren sowie die Lebendigkeit und Natürlichkeit der Sprache, besonders in den Dialog-Passagen. Erstaunlich für einen Erstling ist besonders auch die Komplexität der Geschichte und die feine Psychologisierung der Protagonisten. «Insgesamt habe ich rund zehn Jahre am Buch geschrieben», erzählt der Autor. Nachdem er seit Jahren immer wieder mit Gedichten an die Öffentlichkeit getreten ist, habe es ihn gereizt, einmal einen längeren Text zu verfassen. Viele der Romanfiguren stammten aus seinem Umfeld, lässt sich Allemann entlocken, doch will er einzelne seiner Figuren nicht bestimmten existierenden Personen zuordnen. Selbst interessieren ihn vorwiegend die klassische Literatur (Goethe und Hermann Hesse), berichtet der Fahrlehrer weiter. Er freut sich, nun sein erstes literarisches Werk der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Und wer weiss - vielleicht findet sich ein Exemplar von «Fallernleben» noch unter so manch heimischem Weihnachtsbaum. Allemann, Emil: «Fallernleben», Roman. Gelnhausen, Wagner-Verlag. Fr.3790, im Buchhandel. LeserstimmenInfo!Aktuelle Bewertung: |