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Wagner Verlag © ist eine eingetragene Marke


ISBN: 978-3-86279-311-2

Größe: 13 x 20 cm Kinderbuch ab 8 Jahre

Seitenzahl: 201 Seiten

Gewicht: 266 Gramm

Preis: 11,80
inkl. MwSt


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Horst Henkel - Autor/in


Traumstörche

Benjamin und Adelheit 


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Presse



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Pressetext

.
vom 05.09.2012



Im Frühjahr kommen in einem kleinen Dorf im Elbtal drei Jungstörche zur Welt, die Geschwister Benjamin und Jule sowie die Nachbarin Adelheit. Adelheit wirbt um die Freundschaft zu Benjamin. Dieser aber hat noch kein Interesse an einer Storchendame und bevorzugt die Freundschaft zu dem kecken Kolkraben Boris. Adelheits Werben um Benjamin beobachtet der Rabe Boris jedoch mit Sorge, denn er befürchtet, dass Benjamin früher oder später Interesse zeigen und seinen Freund vernachlässigen könnte. Also beauftragt er Jule, dieses Werben zu stören. Doch das Leben der Jungstörche soll bald einiger Aufregung ausgesetzt sein, denn auf der Flugroute ins Winterquartier nach Südafrika, über die Balkan-Länder, die Türkei, Israel und über den Nil sind die Störche vielen Gefahren und Risiken ausgesetzt, und es kommt zu manch gefährlicher Begegnung.

Inspiriert durch einen Traum erzählt der Autor eine fantasievolle Geschichte über die Abenteuer und Erlebnisse einiger Jungstörche.

Der Autor:

Horst Henkel wurde 1941 inmitten des Zweiten Weltkriegs in Breidenstein, das zwischen dem Westerwald und dem Rothaargebirge liegt, geboren. Der Vater fiel 1942. Mit vier Jahren zwang ihn eine schwere Krankheit zu einem langjährigen Krankenhausaufenthalt bis zu seinem elften Lebensjahr. Später erlernte er den Beruf des Gärtners, den er jedoch aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. 1966 - 1967 absolvierte er eine Umschulung zum Industriekaufmann. Diesen Beruf übte er bis zum Rentenalter aus. Das Schreiben ist seine große Leidenschaft. Mit „Traumstörche“ veröffentlicht er sein erstes Buch. Weitere Bücher sollen folgen.





Lokalzeitung Breidenbach

CARSTEN MÜLLER
vom 08.06.2012

Mit Büchern eine Spur hinterlassen

Horst Henkel wird Autor


Breidenbach. In Geschichten, wie sie das Leben schreibt, gehören manchmal die unterschiedlichsten Dinge zusammen: Vor 70 Jahren wird bei der russischen Stadt Rshewein 25-jähriger Soldat aus dem Hinterland erschossen, ein kleiner Junge verbringt sieben Jahre eingegipst im Krankenhaus – und aus dem Traum eines Rentners wird ein Kinderbuch. In der Geschichte von Horst Henkel aus Breidenbach ist all das untrennbar miteinander verknüpft.

„Da muss ich etwas ausholen“, sagt Henkel, wenn man ihn fragt, wie es dazu kommt, dass er dieser Tage ein Kinderbuch veröffentlicht. Beginnen wir also mit dem Waldstück, das er von seinem Vater geerbt hat – und das er gerne mit seinen Enkeln besucht. „Wisst ihr denn, woher dieser Wald kommt?“, hat er die Enkel gefragt – und ein „Von dir!“ zur Antwort bekommen.
„Der Wald kommt von eurem Uropa“, hat er den Nachkommen erklärt. „Und dabei ist mir klar geworden, wie schnell ein Mensch vergessen ist.“ Horst Henkel beschließt, dass er eine Spur hinterlassen will, damit man ihn später nicht so schnell vergisst. Es soll ein Buch über sein Leben werden.

Jahrelange Recherchen: Henkel will Überreste des Vaters finden



So also ist der heute 70-Jährige zum Schreiben gekommen. Bevor er in den Ruhestand eintrat, hat er erst als Gärtner und später als Industriekaufmann gearbeitet. Der gebürtige Breidensteiner lebt seit 1972 mit seiner Frau in Breidenbach.
Es ist nicht gerade wenig, was Horst Henkel beim Aufschreiben seiner Lebensgeschichte zu erzählen hatte. Denn gerade seine Kindheit war im traurigen Sinne außergewöhnlich. Der Zweite Weltkrieg ist gerade vorbei, als er im Alter von vier Jahren an Knochen-Tuberkulose erkrankt. Sieben Jahre lang liegt er von diesem Zeitpunkt an im Krankenhaus – eingegipst von Kopf bis Fuß. Ärzte und Krankenschwestern prägen sein Leben. Als er als Elfjähriger – wundgelegen und gebrechlich – das Krankenhaus verlassen darf, muss er noch für zweiweitere Jahre ein Eisen- und Lederkorsett tragen.
„Ich hatte gar keine richtige Kindheit“, sagt Henkel heute. Hinzu kommt, dass die Mutter ihn abgibt. „Doch während ich im Krankenhaus war, da war in meiner Fantasie mein Vater noch immer lebendig“, erinnert er sich.
Sein Vater. Das ist die zweite große Geschichte, die sein Leben geprägt hat und noch immer prägt. Ein Mann, den er nie kennengelernt hat. Willi Karl Henkel, 25 Jahre alt, Infanterieregiment 364, siebte Kompanie, fällt 1942 beim Russland-Feldzug, irgendwo bei der Stadt Rshew.
Viel mehr wusste man eigentlich nicht, wie man bei so vielen Kriegstoten im Grunde nur wenig über das Ende ihres Lebens weiß. Doch Horst Henkel ist getrieben von der Idee, die sterblichen Überreste seines Vaters zu finden und in ein richtiges Grab umzubetten.
In seinem Büro zieht er mehrere Ordner aus dem Schrank. Es sind dicke Aktenordner, voll mit Dokumenten und Schriftverkehr.

Henkel hat recherchiert und Anträge gestellt, er hat beim Bundesarchiv nachgeforscht und bei der Wehrmachts-Auskunftsstelle in Berlin, er hat den Neffen des Kompanieführers seines Vaters ausfindig gemacht und Kontakte nach Russland geknüpft.
„Das sind schon unzählige Briefe“, sagt Henkel beim Durchblättern seines Materials. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Heute kann er das Gebiet, wo sein Vater gestorben ist, relativ genau eingrenzen. Er weiß, dass Willi Karl Henkel einen Kopfschuss abbekam und sofort tot war. Abgefeuert hat den Schuss ein so genannter „Baumschütze“ der Russen.
Seit Jahren schon versucht Horst Henkel, einen jener auf Kriegsgefallene spezialisierten Suchtrupps zu bekommen, die mit Hilfe von Detektoren nach den Erkennungsmarken der toten Soldaten suchen und die Gefallenen bergen. Auch mit einem Umbettungsteam des VdK hat er schon Kontakt aufgenommen.
Dieses Jahr soll es endlich klappen. „Ich glaube eben, dass ich meinem Vater ein vernünftiges Grab besorgen muss“, erklärt der Breidenbacher. Und weil er nun einmal noch warten musste, hat er in der Zwischenzeit schon ein zweites Buch geschrieben, das nun als erstes veröffentlicht wird.
Es ist ein Kinderbuch und heißt „Traumstörche – Benjamin und Adelheit“. „Die Geschichte basiert auf einem Traum von mir“, erzählt Horst Henkel. Im Traum war er der Storch Benjamin, der im Elbtal aufbricht, um ins Winterquartier nach Afrika zu fliegen. In seiner Fantasie hat er beim Aufschreiben noch eine bunte Rahmenhandlung erdacht, so dass das fertige Buch nun gut 200 Seiten dick ist.
Ein Bekannter hat Horst Henkel dazu ermuntert, das Manuskript an einen Verlag zu schicken. Der Gelnhäuser Wagner-Verlag ist die erste Anlaufstelle des Autors – und sagt gleich zu. „Jetzt bin ich gespannt auf die Reaktionen“, sagt der 70-Jährige.

Das letzte Kapitel ist ein Traum, der noch wahr werden soll



Horst Henkel schreibt übrigens vor allem in den Wintermonaten. Denn im Sommer ist der frühere Gärtner viel draußen unterwegs. „Dabei kommen mir dann viele Einfälle für meine Geschichten.“
Der Verlag hat auch schon Interesse an der Autobiografie bekundet – obwohl Henkel die ursprünglich gar nicht für eine größere Öffentlichkeit schreiben wollte. Das letzte Kapitel hat er schon verfasst. Er erzählt darin von seiner Reise nach Russland und wie er vor dem Grab seines Vaters steht. Es ist eine Fiktion. Horst Henkel hofft, dass er sie noch durch einen Tatsachen-Bericht ersetzen kann. Falls nicht, soll sein Buch mit diesem Traum enden.



Das erste Buch – eine Erzählung für Kinder



Es beginnt in einem Dorf in der niedersächsischen Elbtalaue. Hier schlüpfen die Jungstorch-Geschwister Benjamin und Jule. Zur gleichen Zeit erblickt Storchendame Adelheit in der Nachbarschaft der beiden das Licht der Welt.
Als Trio geht es gemeinsam nach Südafrika, wo das Winterquartier aufgeschlagen werden soll. Gute Freunde, wie der Kolkrabe Boris, müssen zurückbleiben. Die Reise nach Südafrika ist lang und beschwerlich. Unterwegs erleben die drei Störche viele Abenteuer – und dann verliebt sich Benjamin auch noch in Adelheit.
Die hatte auch eigentlich ein Auge auf Benjamin geworfen, doch bei den Aufregungen auf der langen Reise kommt er nicht dazu, ihr seine Gefühle zu gestehen. Und auch der Rückweg nach Europa verläuft turbulent.
Auf beiden Reisen gibt es zudem gefährliche Begegnungen – und die Störche finden neue Freunde. „Eigentlich sollte es nur eine Kurzgeschichte werden. Aber während des Schreibens entstanden immer wieder neue Ideen“, schreibt der Autor im Vorwort.





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