ISBN: 978-3-86279-259-7 Größe: 13 x 20 cm Seitenzahl: 273 Seiten Gewicht: 342 Gramm Preis: 14,80 € inkl. MwSt Buchrücken » Das Buch bestellen:
| Bernd Hüllenkremer - Autor/in Wurzeln brauchen FUNDAMENTE
Inhalt Jeder Mensch braucht - um (über)leben zu können - funktionierende, beständige, zuverlässige Bindungen und das Suchen nach ihnen ist ein beschwerlicher Weg mit Hindernissen. Aber er ist spannend, interessant und nie langweilig. Bindungen (= Wurzeln) sind unerlässlich zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung und tragen wesentlich zum Gefühl des „Dazugehörens“ bei. Durchaus natürlich: Wurzeln sind zu Beginn ihres Wachstums sehr verletzlich und schwach, sie benötigen daher besonderen Schutz. Gleichwohl ist die Entwicklung von menschlichen Bindungen in ihrer Entstehung mit der Entfaltung von Wurzeln in der Natur zu vergleichen und dieser Prozess zieht sich wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche. Wurzeln können sich nur entfalten, wenn der Untergrund (=Fundament), in dem sie sich entwickeln sollen, stabil ist und dauerhaft genug Nährstoffe enthält. Instabile, brüchige und nährstoffarme Grundlagen bieten keine Wachstumsmöglichkeiten und führen konsequenterweise zum Verkümmern und sogar Absterben. Erkenntnis Nr. 1: Starke Fundamente und funktionierende Wurzeln (er)tragen alles. Überall auf der Welt. In der Architektur, in der Natur und bei den Lebewesen; in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wird der Vorgehensweise der Entwicklung von Wurzeln mit einer Autofahrt über diverse Straßen verglichen, die unterschiedlichste Untergrundbeschaffenheiten, Materialzusammensetzungen, Fahrbahnbeläge und Oberflächenabnutzungen haben, dann sind unweigerlich auch Schlaglöcher anzutreffen. Im Leben und auf der Straße. Was macht der Autofahrer? Eine kleine Auswahl von durchaus möglichen Reaktionen könnte sein: „Schlaglöcher“ erkennen wollen, sie erkennen können, sie umfahren wollen, sie umfahren können, sie tatsächlich umfahren, sie nicht umfahren wollen, sie nicht umfahren können, usw. usw. Leichtsinnig wird es z.B. dann, wenn drohende Gefahren erkannt werden - aber nicht gehandelt wird, obwohl es durchaus möglich wäre. Geschieht das Nichthandeln aus Unwissenheit, Sorglosigkeit, aus Falsch- oder Fehleinschätzung der Situation, ist es sogar Gleichgültigkeit? Es könnten sicherlich eine ganze Reihe von weiteren Gründen aufgezeigt werden. Fazit: alles hat u.a. irgendwie etwas mit den Worten denken, fühlen, sagen, handeln, wollen, können, JA, NEIN zu tun. Was sind nun „Schlaglöcher des (menschlichen) Lebens“? Es sind Schlüsselerlebnisse, die in Abhängigkeit von der Intensität, Tiefe und Dauer ihres Eintretens, entweder einen guten oder schlechten Einfluss auf Lebensqualität und Lebensgestaltung hatten (haben) und/oder haben können. „Schlaglöcher des Lebens“ haben nur einen Gegner, der sie besiegen kann: das sind funktionierende, gesunde, menschliche Wurzeln. Und je tiefer diese menschlichen Wurzeln dauerhaft in Fundamente verankert sind, desto stärker und widerstandsfähiger sind sie. Erkenntnis Nr. 2 Leider gibt es viele, vielleicht zu viele - mehr oder weniger - schmerzhafte Möglichkeiten, mit den „Schlaglöchern des Lebens“ Bekanntschaft zu machen und … sie gibt es überall auf der Welt. Diese „Schlaglöcher des Lebens“ (=Schlüsselerlebnisse) sind überall anzutreffen, ganz gleich welcher Kultur der Mensch angehört, welchen Beruf er ausübt, welche politische Richtung er bevorzugt, welcher Religion er angehört, welchen Erdteil er als seine Heimat empfindet. Hinterhältig sind die „Schlaglöcher des Lebens“ außerdem, denn mal kündigen sie sich lautstark an und mal werden sie nicht gehört. Besonders bösartig sind sie dann, wenn sie sich dem Menschen - lautlos wie auf einem Geräusche gedämpften Teppich bewegend - genähert haben. Gefährliche Eigenschaften haben sie, denn mal sichtbar, mal unsichtbar können sie sich leider oft nicht entscheiden, ob sie nun nur für kurze Zeit bleiben oder sich dauerhaft einnisten wollen. Erkenntnis Nr. 3 „Schlaglöcher des Lebens“ hinterlassen dauerhaft immer irgendwo, irgendwie, irgendwelche positiven oder negativen Spuren. Fatal: manche von ihnen lassen sich reparieren, andere bleiben eine ewige Baustelle. Tragische Schlüsselerlebnisse mit Negativspuren, wenn auch zeitlich begrenzt, können zu körperlichen und/oder seelischen Verletzungen führen, die neben z.B. finanziellen Verlusten Lebensqualität und Lebensgestaltung empfindlich ins Ungleichgewicht bringen. Und: Wer kennt nicht dieses Gefühl, es perfekt geplant und durchdacht zu haben und dem Zufall keine Chance zu geben. Alle Eventualitäten sind mit Alternativplan B und Alternativplan C berücksichtigt und liegen in der virtuellen Schublade, um beim vielleicht eintretenden Fall der Fälle gewappnet zu sein? Wer kennt nicht dieses Gefühl, alles richtig gemacht zu haben? Und doch: es kommt ganz anders. Die sorgfältig vorbereitete Aufgabenlösung wird zu einem persönlichen Fiasko mit unsichtbaren, aber intensiv spürbaren schmerzhaften Wunden. Auf einmal in den Augen der Mitmenschen nicht mehr der erfolgreiche Problemlöser sondern ein Mensch, der erste Zweifel an sich, seinen Fähigkeiten, seiner Vorgehensweise zur Problemlösung hat. Und diesen Mensch „wurmt“ es, dass sich das Gefühl in ihm breit macht, alle Fehler gemacht zu haben, die gemacht werden konnten und mit einer Portion Bitterkeit und Enttäuschung muss er zugeben, dass selbst Alternativpläne wirkungslos geblieben sind. Gibt es eigentlich ein Frühwarnsystem für das rechtzeitige Erkennen und Aufspüren von möglichen, gefährlichen „Schlaglöchern des Lebens“? Ja, das gibt es. Allerdings will die individuelle Vorgehensweise zum Entwicklungsprozess eines Frühwarnsystems erst einmal die Problematik mit großer Sorgfalt überdenken und verstehen, Ansätze grob skizzieren und schematisch darstellen. Und sie hat – zur Findung einer besseren Entscheidungssicherheit - Antworten auf folgende Fragen zu geben: Wie sieht eine Warnung aus? Ist die Warnung zeitnah/aktuell genug? Ist die Tragweite möglicher Fehler in der Warnung erkennbar? Ist das Ergebnis der Warnung sofort umsetzbar? Kann und will ich dauerhaft diesem System vertrauen? Welchen langfristigen Nutzen wird mir dieses Kontrollsystem liefern? Ich begann in meiner Vorgehensweise mit einfachen Grundüberlegungen und stellte mir - beginnend vor 10 Jahren - 5 Fragen, um nach mindestens einer (oder auch mehreren Antworten zu suchen), warum Dinge mit nicht zu verstehender und nicht nachvollziehbarer Sicherheit sehr unbefriedigende Ergebnisse bringen konnten, ohne leichtsinnig oder gleichgültig an die Planung und Organisation einer Aufgabenlösung herangegangen zu sein. Erkenntnis Nr. 4 Dieses Kontroll- und/oder Frühwarnsystem funktioniert tatsächlich, wenn folgende Rezeptur verwendet wird: auf einer großen Feuerstelle befülle man einen mächtigen, gusseisernen Kessel mit: großen Mengen an Ehrlichkeit - nicht nur sich selbst gegenüber, einer gehörigen Portion Selbstkritik - nicht zu zaghaft einsetzen, einer Prise Humor -sollte unbedingt dabei sein, reichlich Selbstprüfung - damit nicht geizen, mehr als zwei Hände voll Aufrichtigkeit -nicht immer ganz einfach zu besorgen, ernsthafter Selbsteinschätzung - lieber etwas mehr als zu wenig, reichlich Zeit - kann in größeren Mengen nicht schaden, unbeirrbarem Willen zum Durchhalten - darf ruhig ein wenig durchschmecken viel Energie zum Kämpfen- und Gewinnenwollen und ... alles mit einfacher, klarer Sprache ständig umrühren. Den wertvollen Inhalt des Kessels bloß nicht auf kleiner Flamme köcheln lassen –nein – jede Menge Feuer unter diesen Kessel bringen und diese erst einmal entfachte Glut möglichst lange, lange halten und durch regelmäßiges Nachlegen von Brennmaterialien nie mehr ausgehen lassen. Mit allen diesen Zutaten und Utensilien bewaffnet konnte es bei mir 2001 losgehen. Aus den anfangs mir selbst gestellten 5 Fragen wurden bald 30, dann über 80, recht schnell über170 und spätestens von diesem Zeitpunkt an war der Fragenkatalog nicht mehr zu verriegeln. Schließlich haben sich in diesen 10 Jahren 263 Fragen zu fast allen Bereichen des Lebens herauskristallisiert, die mich zwangen, vieles von Grund auf neu zu überdenken und ... nicht immer war ich in der Lage, mir sofort eine klare, eindeutige Antwort auf die mir selbst gestellte Frage zu geben. Hierzu bedurfte es einer zielgerichteten Informationssammlung, Informationsselektion mit Informationsauswertung in kleinen Zwischenschritten. Dinge, die ich bis dahin aus dieser Perspektive entweder noch gar nicht - oder nicht mit der gebührenden Ernsthaftigkeit so betrachtet hatte, hinterließen jetzt ein neues Verstehen. Das ist zu meinem neuen Kapital geworden. Wichtig ist die Eindeutigkeit und Zuordnungsklarheit- und wahrheit der Antworten: wenn ein JA ( ) oder ein NEIN ( ) gefordert ist, dann gilt nicht: … vielleicht … es kommt darauf an … sagen wir mal so … wenn … eigentlich … ich bin mir nicht ganz so sicher, aber … es könnte … unter Umständen ... Diese Bandbreite der unklaren Äußerungen lässt zu viele Graustufen einer Beantwortung zwischen JA ( ) oder NEIN ( ) zu und führt auf keinen Fall zu einem auswertbaren, befriedigenden Ergebnis. Faszinierend ist außerdem für mich, dass sich bei der Bearbeitung aller Fragen, die zeitlos sind, dem jetzigen Verstehen der Zusammenhänge, dem Erkennen von Auffälligkeiten, sich im Laufe der Jahre so nach und nach 13 magische Worte ergeben haben, die die Beantwortung der 263 Fragen in eine erkennbare Systematik gelenkt haben. Finden Sie es heraus. Bernd Hüllenkremer
Liebe Leser! Gerne können Sie zusätzlich dieses Buch auch auf derwww.wagner-verlag.de/bewerten Seite bewerten - um weitere Leser auf dieses Buch aufmerksam zu machen. Wir danke Ihnen für Ihre Bemühungen, Ihr Wagner Verlag Team LeserstimmenInfo!Aktuelle Bewertung: |