ISBN: 978-3-86279-445-4 Größe: 13 x 20 cm Seitenzahl: 162 Seiten Gewicht: 214 Gramm Preis: 11,80 € inkl. MwSt Buchrücken » Das Buch bestellen: Preis E-Book: 8,20 € inkl. 19% MwSt. mehr Infos
| Lisa-Marie Engel - Autor/in Johannas Aufbruch Tagebuch einer Selbstfindung
Inhalt Johanna steht mit ihrem kleinen körperbehinderten Sohn allein im Leben. Sie brach, unter lebensbedrohenden Umständen, mit allen Menschen ihres bisherigen Lebens. Anfangs vermag sie nicht in Worte zu fassen, warum. Nach einer Hüftoperation ihres Sohnes und weil Johanna selbst sehr krank ist, kommen beide gemeinsam in ein ganzheitlich ausgerichtetes Krankenhaus mit anthroposophischem Hintergrund. Der Aufenthalt dort bringt eine große Wende in ihr Leben. Dieses Krankenhaus unterscheidet sich absolut von anderen Krankenhäusern. Die Ärzte und Therapeuten dort haben einen Heilanspruch an ihre Patienten. Sie versuchen, gemeinsam mit dem Patienten, die Ursache für dessen Erkrankung herauszufinden, um den Menschen, in liebevoller Begleitung und mit Achtung vor seiner Biographie, wieder auf den richtigen Weg zu führen, und damit gesund zu werden. Dazu führen sie individuelle Gespräche, verwenden lebendiges gesundes Essen, eine sanfte Medizin und natürliche therapeutische Anwendungen. Johanna fühlt sich zum ersten Mal als Mensch angenommen. Sie erhält nie gekannten Schutz und menschliche Wärme. Dort hört ihr zum ersten Mal jemand zu. Ihre Ärztin nimmt ihre Gedanken und Gefühle ernst. Und das übrige Personal kümmert sich in nie erfahrener, umsorgender Weise um Johanna und ihr Kind. Sie darf zur Ruhe kommen und sich fallen lassen. Johanna beginnt über sich selbst und ihr Leben nachzudenken, Gedanken und Gefühle überhaupt zuzulassen und langsam auch darüber zu sprechen. Dies alles ist vollkommen neu und ungewohnt für sie. Sie darf und soll sich zum ersten Mal selbst erleben, sich selbst sehen, sich selbst hören, sich selbst spüren, erkennen wer sie ist. Sie darf sich frei bewegen, ohne das ständige Gefühl sich schützen zu müssen, ohne Angst vor permanenter Bedrohung. Langsam blühen sie und ihr kleiner Sohn wieder auf. Johanna fühlt sich so aufgehoben wie noch nie in ihrem Leben und entwickelt zum ersten Mal das Gefühl Zuhause zu sein. Sie weiß sehr wohl, dass dies nur vorübergehend so sein wird. Doch sie lässt es zu und kann dieses Gefühl sogar genießen. Viele neue Eindrücke und liebevolle Menschen kommen in diesem Krankenhaus auf die beiden zu. Ihre alte, in subtiler Weise immer vorhandene Angst befindet sich in ständigem Wechsel mit ihrem neuen, wunderschönen Gefühl sich selbst zu entdecken. Ein Gefühl von ahnendem Wissen breitet sich zunehmend in ihr aus. Wurde sie missbraucht? Ist dies der Grund für all das Grauen, was im Übermaß ihr Leben bestimmte? Woher kommt Johannas neues Gefühl von göttlichem Schutz, der sie überleben ließ? Johannas Leben beginnt sich völlig zu wandeln, weil sie sich wandelt. Nach fast drei Monaten verlassen sie und ihr Sohn den schützenden Bereich des besonderen Krankenhauses. Für Johanna und ihr Kind beginnt ein neuer Lebensabschnitt, dem Johanna mit erwartungsvollem Mut und Neugier entgegen geht. Die beiden leben nunmehr in einem anderen Bundesland, räumlich weit entfernt von ihrer Vergangenheit. Johannas kleiner Sohn besucht eine Förderschule für sehgeschädigte Kinder. Dadurch beginnt auch für Johanna ein völlig neuer Lernprozess. Sie muss erkennen, dass auch in der schulischen und therapeutischen Förderung von Menschen mit Handicap vieles nicht angemessen und in Ordnung ist, obwohl das Bildungs- und Gesundheitssystem gerne alles in positives Licht stellen möchte. Doch Johanna erkennt, dass sie nicht dumm ist. Sie glaubt nicht alles, was ihr erzählt wird, sondern blickt hinter die Kulissen. Sie durchschaut die Lügen und den äußeren Schein. Und sie muss sich noch einige Zeit mit Menschen ihrer vermeintlichen Familie auseinander setzen. Doch sie schafft es, allen zu trotzen und sich durchzusetzen, in vielerlei Gegebenheiten. Ihr Leben verläuft in mehreren parallelen Ebenen. Aus ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn heraus und ihrer besonderen Liebe zu ihrem kleinen Sohn ist sie gezwungen, ständig ihre Grenzen zu erweitern und für die Förderung ihres Kindes zu kämpfen. Außerdem ist Johanna selbst sehr krank, sie überstand eine Vielzahl von schweren Operationen. Und sie arbeitet daran, gesund zu werden. Und da ist Johannas Zukunftsangst. Sie möchte sein wie alle anderen Menschen auch. Sie möchte leben, sie sehnt sich nach Sicherheit für sich selbst und ihr Kind, nach einer Zukunft in der beide ein Zuhause haben. Also sucht sie ständig nach Perspektiven. Doch auch Johanna ist nur ein Mensch, sie schafft es nicht, immer zu funktionieren. Auch sie hat eine Seele. Und diese lässt ihr Innenleben nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder quälen sie Albträume, Ängste, alte Gefühle und Erinnerungen und werfen sie im Alltag aus ihrer Bahn. Sie entdeckt ebenfalls ihre eigene Spiritualität und lernt, diese für sich zu nutzen. Johanna gibt nicht auf. Sie will leben. Für ihr Kind, für Menschen, die ihr wichtig sind und für sich selbst. Sie wird erwachsen. Und sie trifft eine Entscheidung, für sich selbst und für ihr Leben. Jetzt erst recht.
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